Lage und Umgebung
Einzigartig in NRW haben sich alle 14 Wiehler Tagesein-richtungen für Kinder und das Familienbüro FamoS der Stadt Wiehl, als Netzwerkgestalter und Koordinierungsstelle, zu dem Verbund "Familienzentrum Wiehl" zusammengeschlossen. Sowohl gemeinsam als auch sozialraumnah arbeiten die Tageseinrichtungen für Kinder in drei Familienzentrenverbänden zusammen.

Unsere Hedwig-Wachenheim Inklusions-Kindertagesstätte der AWO bildet mit vier anderen Tageseinrichtungen für Kinder der Stadt Wiehl mit unterschiedlicher Trägerschaft, den Verbund Familienzentrum Wiehl / Nord. Im August 2008 haben wir das "Gütesiegel zum Familienzentrum" erhalten.
In unserer Kindertagesstätte werden 50 Kinder in zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern mit und ohne Behinderung, davon jeweils sechs Kinder ab zwei Jahren betreut.

Über unsere originären Aufgaben der Einrichtung zur Integration, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern ab 2 Jahren bis zum Schuleintritt hinaus, bietet der Verbund Familienzentrum Wiehl / Nord den Familien in und um
Wiehl:

  • Hilfe zur Selbsthilfe - Kontakte knüpfen zu Gleichgesinnten
  • Stärkung der Elternkompetenzen - Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
  • Kompetente Kooperationspartner, z .B. das Tagesmütternetzwerk
  • Unkomplizierte Zugangswege - Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Betreuung über "normale" Zeiten hinaus (Samstagsbetreuung)
  • "Leihgroßelternvermittlung" - Angebote für Kinder vor und nach dem Kindergartenalter - Frühförderung - Interessante Ausbildungs & Arbeitsplätze
  • Qualifizierte, dem Bedarf entsprechende Fortbildungen für die MitarbeiterInnen
  • Mitwirkungsmöglichkeiten für Eltern und Kinder - Familienpass der Stadt Wiehl
  • Kompetente AnsprechpartnerInnen - Qualifizierte und motivierte Einrichtungsteams - Stabile Kindergartenbeiträge

Als Leistungsbereich unseres Familienzentrumsverbundes Wiehl-Nord haben wir uns für die „Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien“ entschieden.
Grund für die Entscheidung waren u.a. die stattfindenden Elternbefragungen und deren Auswertungen.
Die Auswertungen zeigten einen deutlichen Beratungsbedarf und Unterstützungsbedarf bei den Kindern und Eltern in unserem Familienzentrumsverbund Wiehl – Nord. Die Elternbefragungen finden alle zwei Jahre statt und unsere Angebote richten sich nach den Elternwünschen und Bedarfen.
Wir erleben auch in unserer täglichen Arbeit den hohen Beratungsbedarf bei Familien. Dies zeigt sich besonders im Bereich der Sprachentwicklung und in allen pädagogischen, therapeutischen medizinischen Belangen, der Tagespflege und der Vermittlung von Babysittern.
Auch die Bedürfnisse und der Förderbedarf von Kindern haben sich in den letzten Jahren verändert. Nicht nur Kinder mit Behinderung / Entwicklungsverzögerung haben einen besonderen Förderbedarf, sondern oft auch Kinder ohne Behinderung, die in ihrer Wahrnehmung, Sprachentwicklung, Motorik oder ihrem Sozialverhalten oft besonderen Förderbedarf aufzeigen.
Da die therapeutische Versorgung in inklusiven Kindertagesstätten in NRW ab Sommer 2016 nicht mehr durch den Landschaftsverband Rheinland finanziert wird, muss eine inklusiv geführte Kindertagesstätte neue Wege gehen. Eine Veränderung des interdisziplinären Teams durch den Wegfall der fest eingestellten Therapeuten wird in absehbarer Zeit Realität.
Der therapeutische Förderbedarf bleibt jedoch für Kinder mit Behinderung / Entwicklungsverzögerung bestehen. Durch externe Praxen und deren Therapeuten, haben wir diesen Förderbedarf bei Kindern mit Behinderung abgedeckt. Mit den Praxen haben wir Kooperationsverträge abgeschlossen und stehen im regelmäßigen Austausch miteinander.
Für viele Schwierigkeiten und Probleme, die den Familien im Laufe ihres Familienlebens begegnen, haben wir Kooperationspartner, die unterstützend helfen. Bei Entwicklungsproblemen der Kinder, die bei den Beobachtungsverfahren oder Screenings festgestellt werden, können wir über den Kinderarzt die Eltern unterstützen. Entwicklungsbegleitend und unterstützend an Hilfen verweisen, wie Therapeuten oder das Haus früher Hilfen, eine Frühförderstelle.
Seit der letzten Re-Zertifizierung ist eine weitere Einrichtung zu unserem Verbund dazugekommen. Seit 2014 ist die städt. Kita Wülfringhausen mit in unserem Verbund. Die Angebote wurden in allen 5 Verbunds Einrichtungen angeboten und gemeinsam erarbeitet.

Außerdem haben sich beide AWO Einrichtungen des Familienzentrumsverbundes Nord, als „Psychomotorische Kindertagesstätte“ zertifizieren lassen und die Johanniter Kindertageseinrichtung als „Haus der kleinen Forscher“.
Elternabende zu pädagogischen Themen anzubieten, gestaltet sich sehr schwierig. Die Eltern haben immer häufiger Probleme mit der Betreuung ihrer Kinder in den Abendstunden. Viele haben keine Großeltern in der Nähe und einige Elternteile müssen in den Abendstunden arbeiten. Dadurch haben wir hier keine große Beteiligung. Wenn man Elternnachmittage am Spätnachmittag mit Kinderbetreuung anbietet, dann ist es für die Eltern einfacher, an den Angeboten teilzunehmen.

Seit 2015 haben wir eine gemeinsame, zusätzliche Sprachförderkraft, die zusätzliche Sprachförderangebote in allen Familienzentren einmal jährlich anbietet und Eltern auch hierbei beratend zur Seite steht.
Die Zielsetzung unseres Familienzentrumsverbundes Wiehl-Nord wird in den nächsten Jahren der Ausbau von Kooperationen mit Therapeuten und familienunterstützenden Anbietern, dem Jugendamt und den Familienberatungsstellen, sein.
Der Ausbau der Internetpräsenz auf www.wiehl.de. wird in Angriff genommen und es wird ein neuer Flyer entwickelt. Die Weiterentwicklung von Inklusion, von Kindern mit Behinderung und Kindern mit Migrationshintergrund wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in den nächsten Jahren sein.

Die Angebote der individuellen Beratung durch die verschiedenen Fachkräfte in den Einrichtungen laufen gut. Eltern nehmen von den vertrauten Personen gerne Rat an und gehen dann die Wege zu den Kooperationspartnern, wie z.B. der Familienberatung. Die Nutzung der Räume der Familienzentren, machen den Eltern die Annahme des Angebotes einfacher.

Durch die intensive Netzwerkarbeit und das unterschiedliche Fachwissen der Mitarbeiter in den Einrichtungen, bieten sich viele Möglichkeiten der Beobachtung und Unterstützung und alle Beteiligten können hiervon profitieren. Durch regelmäßige stattfindende Treffen mit allen unseren Kooperationspartnern, stehen wir im engen Austausch miteinander und können somit auf Bedarfe von Familien und Kindern schnell und unbürokratisch eingehen.

Die Angebote und die Arbeit des Familienzentrumsverbundes Wiehl-Nord machen wir durch regelmäßig erscheinende Presseartikel bekannt. Außerdem durch aktuelle Informationen, z.B. für Elternkurse etc., die z.B. in Kinderarztpraxen, Frühförderstellen und dem Jugendamt aushängen.

Öffnungszeiten:
Montag: 07:00 Uhr – 16:15 Uhr

Anzahl der Betreuungsplätze: 50
Anzahl der Gruppen: 2
Betreut werden Kinder im Alter von: 2 Jahren bis zum Schuleintritt
Anzahl der Mitarbeiterinnen: 12
Art der Gruppen:

  • 2 Gruppen mit jeweils 20 Kindern mit und ohne Behinderung, davon jeweils 6 Kinder ab 2 Jahren

Stundenkontingente:
Alle drei Gruppen werden als Tagesstättengruppen geführt.
Wir vergeben ausschließlich nur 45 Stundenkontingente
Besondere Qualifikationen der MitarbeiterInnen:
Erzieherinnen mit heilpädagogischer Zusatzausbildung, Heilpädagogin, Motopädin, Kinderkrankenschwester, Krankenschwester, Heilerziehungspflegerin,
Qualifizierung im Bereich der Sprachförderung, der Bewegungserziehung und im Sozialmanagement,
Zertifikat des Opus Projektes des Oberbergischen Kreises im Bereich Bildung, Gesundheits- und Bewegungsserziehung

Philosophie
"Das Kind steht im Mittelpunkt unserer ganzheitlichen Erziehung"
Eines unserer Ziele ist es, dass alle Kinder und Eltern gerne zu uns kommen.
Ein freundschaftliches und partnerschaftliches Verhältnis zu den Kindern und Eltern ist uns sehr wichtig.
Nur wenn ein Kind sich wohlfühlt und angenommen wird, kann es sich unbeschwert  entwickeln.

Die gemeinsame Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung/Entwicklungsverzögerung fördern wir ganz besonders.
Integration ist ein lebendiger Prozess, der nur gelingen kann, wenn er von allen Beteiligten (Trä¤gervertreter, Pädagogen, Therapeuten, Kinder und deren Eltern) mit getragen und erlebt wird. Kein Kind wird aufgrund seiner Behinderung, Entwicklungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeit vom Besuch der Einrichtung ausgeschlossen.

Für die Kinder ohne "Handycap" ist von großer Bedeutung, dass sie ohne Druck oder übertriebene Rücksichtnahme gemeinsames Spielen und Lernen entwickeln.
Kinder mit Behinderung/Entwicklungsverzögerung bringen durch ihre oft anders gelagerten Fähigkeiten und ihren Anspruch auf individuelle und differenzierte Förderung eine neue Qualität in die gesamte Kita-Arbeit ein.

Im interdisziplinären Team unserer Einrichtung arbeiten Erzieherinnen mit einer heilpädagogischen Zusatzausbildung, eine Heilpädagogin, eine Motopädin, Heilerziehungs-pflegerinnen, eine Physiotherapeutin, Kinderkranken-schwestern, eine Sprachtherapeutin und eine freigestellte Leiterin zusammen zum Wohl aller Kinder.
Jedes Kind erhält hier die Entwicklungsunterstützung und Förderung die es benötigt.

Am 22.01.2016 hat die Einrichtung das Zertifikat zur „Psychomotorischen Kindertagesstätte“ erhalten.